Selbstliebe

Selbstliebe ist das wohl wichtigste Gefühl, um sich ein glückliches, erfülltes Leben zu erschaffen. Ohne Selbstliebe scheitern wir an den grundlegendsten Dingen. Im Alltag sowie auch bei der Erfüllung unserer großen Wünsche. Wenn wir es uns nicht wert sind, glücklich zu sein, werden wir immer in der Komfortzone des Unglücks verharren und immer wieder das erleben, was unserem Selbstwertgefühl entspricht.

In unserer Gesellschaft gibt es ein großes Problem: Den Menschen wird nicht beigebracht, sich selbst zu lieben. Stattdessen lernen wir, dass wir uns Liebe, Anerkennung, Wertschätzung usw. verdienen müssen. Anerkennung bekommen wir nur durch Leistung – so, als wäre es eine Ware, die getauscht wird. Das ist eine große Krankheit in unserem System. Uns wird von Anfang an suggeriert, dass wir nicht gut genug sind, dass wir Leistung erbringen müssen, um uns das zu verdienen, was so essenziell und grundlegend wichtig ist. Liebe. Wertschätzung. Anerkennung.

Die kindliche Selbstliebe, mit der wir auf die Welt kommen, wird uns schnell abtrainiert. Je älter wir werden, umso mehr wird uns beigebracht, dass der Wert des eigenen Selbst von äußerlichen Dingen abhängt: Aussehen, gesellschaftlicher Status, Wohlstand, materielle Güter, Beruf und Karriere, Leistung, Wissen, Schulabschluss, Noten, akademischer Grad, Rasse und Kultur, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, IQ, Talent usw. So wird uns beigebracht, dass Selbstwert etwas ist, dass erworben werden kann und muss. Und wenn wir all das nicht haben, das nach Meinung der Gesellschaft unseren Wert ausmacht, fühlen wir uns minderwertig. Scham und Schuld entwickeln sich in uns und es entsteht der Glaube, dass wir all die schönen Dinge des Lebens nicht verdient haben – weil wir nicht gut genug sind.

Dieser Glaube entsteht auch, wenn wir als Kinder keine Liebe und Wertschätzung bekommen. Oder wenn stattdessen Missachtung geschieht oder Missbrauch. All das verdrängt und überschattet die ursprüngliche Selbstliebe, die uns allen inne wohnt. Und das führt dazu, dass wir glauben, uns Glück verdienen zu müssen. Dass wir erst glücklich sein dürfen, wenn wir die Anforderungen dafür erfüllen, also wenn wir wertvoll genug sind. Aber diese Anforderungen werden wir nie erfüllen können, denn das System hat uns eine Lüge beigebracht. Es ist die Lüge, dass unser Wert gemessen werden kann.

Etwas messen zu können, bedeutet, dass es Grenzen hat. Grenzen innerhalb derer sich der Messwert befindet. Es ist dieselbe Illusion, der wir beim Thema Polarität auf den Leim gegangen sind: Maßeinheiten und Bewertungen in Gegensätzen von gut und schlecht, die wir auf uns selbst anwenden. Doch unser Wert kann in Wirklichkeit nicht gemessen werden. Er ist jenseits irgendeiner Maßeinheit oder Wertvorstellung. Und vor allem ist er nicht von irgendetwas abhängig.

Nun sind wir in diesem System groß geworden und müssen erst lernen, was es heißt, sich selbst zu lieben und wertzuschätzen. Wir müssen Selbstwert entwickeln (oder uns daran erinnern), weil wir sonst immer in den Grenzen unseres angelernten Nicht-Selbstwertes herumdümpeln. Denn dieser nicht vorhandene Selbstwert spiegelt sich natürlich im Außen und zeigt uns immer wieder von neuem, dass wir es scheinbar nicht verdient haben, glücklich zu sein.

Das ist jedoch ein Irrglaube. Denn Glück muss man sich nicht verdienen. Genauso wenig wie Selbstwert, Liebe, Anerkennung und Wertschätzung. Unser Selbstwert ist unabhängig von irgendetwas oder irgendwem und nicht messbar. Und Glück ist unser Geburtsrecht. Denn was ist denn Glück? Glück bedeutet, das Leben zu genießen und frei zu leben. Deswegen sind wir hier. Wir sind nicht geboren, um vor uns hin zu leiden, bis wir diesen Planeten wieder verlassen. Die ursprüngliche, natürliche Triebkraft jeder Lebensform ist Entfaltung. Und Entfaltung geschieht durch Glück und Freiheit.

Das System, in das wir hinein geboren wurden, hat uns beigebracht, dass wir uns dieses Glück und diese Freiheit verdienen müssen. Dass wir nicht genug sind. Aber wie könnte ein Wesen, das in dieses unendliche Universum hinein geboren wurde, nicht genug sein? Es ist von diesem Universum erschaffen worden. Es muss sich das Leben nicht erst verdienen – es IST das Leben.

Zu diesem Selbst-Bewusstsein müssen wir zurückkehren. Selbstliebe beginnt bei der Anerkennung des eigenen Selbst – mit allen (scheinbaren) Fehlern. Wir müssen mit der Akzeptanz all dessen beginnen, was wir sind – ohne zu urteilen, ohne zu bewerten. Wir müssen uns das Verständnis, die Fürsorge, die Liebe, Anerkennung und Wertschätzung entgegen bringen, die wir vermisst haben. Und das braucht Zeit und Geduld. Doch es ist so wichtig, wie nichts Anderes. Auf unserem Selbstwert ist unser ganzes Leben aufgebaut.

Der Selbstliebe widmen wir nun einen großen Bereich in der Euphoria-Lane. Denn sie ist der Kern und die Essenz eines glücklichen Lebens. Wer dabei mitmachen möchte, um sich an die ursprüngliche Selbstliebe zu erinnern und das Selbstbewusstsein wieder aufzubauen, ist herzlich eingeladen. Unter „Erlebe die Geschichte“ in der Lumenia-Akademie bauen wir den Selbstliebe-Bereich auf, wo es viele hilfreiche Texte, Tipps und Unterstützung gibt. Wir hoffen, dadurch ein wenig dazu beitragen zu können, dass die Menschen wieder ihre Göttlichkeit erkennen.

Selbstliebe ist das Wichtigste auf unserem Weg!

Hier geht es zu Teil 2 des Artikels…

Namasté

Hingabe2-Cover

 

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